Produkte

Webseiten

SMD-Bestückung für den Schreibtisch

Gerade bei der Leiterplatten-Bestückung von Kleinstauflagen oder Prototypen stehen kleine Firmen, die sich im Bereich des Elektronik-Designs spezialisiert haben, immer wieder vor dem gleichen Problem: Selbermachen von Hand oder maschinell nach extern vergeben. Beide Lösungen sind mit erheblichem Kosten- und Zeitaufwand verbunden und Fehler können bei der ersten Variante nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund hat sich die französische Firma Sidena für den goldenen Mittelweg entschieden: maschinelles Selbermachen. Das Ergebnis ist die Bestückungsmaschine MiniPlacer für den Schreibtisch, welche mit der mvBlueFOX USB-2.0-Einplatinenkamera ausgestattet ist.

Ausschlaggebend für die Wahl der mvBlueFOX-MLC waren neben der minimalen Baugröße die sehr gute Bildqualität und insbesondere die Möglichkeit, alle Eigenschaften über die mitgelieferte Property-Applikation wxPropView einzustellen und zu steuern. Die Bedienung von wxPropView ist durch den intuitiven Aufbau einfach und kann durch unterschiedliche User-Modi bequem angepasst werden. Obendrein ist die elektronische Schaltung der Kamera extrem schnell, was im Gegensatz zu anderen Kameras oder Webcams eine nahezu optimale Betriebsgeschwindigkeit ermöglicht. „Auch in anderen Anwendungen hat die Kamera ihre Robustheit unter Beweis gestellt“, so die Sidena-Experten. Mehrere Male wurde die Kamera problemlos und ohne Nebeneffekte unter unterschiedlichen, schwierigen elektronischen oder umwelttechnischen Bedingungen eingesetzt.

Die Bestückungsmaschine MiniPlacer ermöglicht die Bestückung von einem oder mehreren Platinen mit einer Oberfläche von 350 x 150 mm. Die Geschwindigkeit der Bestückung hängt von der Komplexität der Schaltung ab, befindet sich aber im Bereich von 300 bis 400 Bauteilen pro Stunde. Dies ist im Vergleich zu Standard-SMD-Bestückungsmaschinen nicht viel, jedoch ist der MiniPlacer erstens die einzige Maschine, die aus einer chaotisch mit Bauteilen gefüllten Box, Bauteile korrekt entnehmen kann. Zweitens ist der MiniPlacer um ein Hundertfaches günstiger als eine Standard-SMD-Bestückungsmaschine. Drittens ist der MiniPlacer dafür gedacht, nur eine geringe Anzahl an Platinen für Testzwecke und „Proof of Concepts“ zu bestücken. Normalerweise geschieht dies in einer Stunde, wohingegen die manuelle Bestückung einen Tag oder mehr benötigen würde. Hierbei ist nicht garantiert, dass dem menschlichen Bestücker keinerlei Fehler unterlaufen. Der MiniPlacer dagegen ist zuverlässig, da ein Bildverarbeitungssystem die Bauteile validiert und positioniert.
Der von dem MiniPlacer unterstützte minimale Pitch-Abstand beträgt 0,8 mm. Bauteile der Größen von 0806 bis 20 x 30 mm werden problemlos verarbeitet. Als Software-gesteuerte Einheit kann der MiniPlacer Design-Formate wie Proteus, Design Spark, Eagle sowie jede andere Datei im Excel-Format einlesen und verwerten.