Produkte

Webseiten

Flexibel erweiterbares und modulares Bildverarbeitungssystem

Die Anforderungen an die industrielle Bildverarbeitung werden immer anspruchsvoller. Dies liegt unter anderem an der steigenden Komplexität der Prozesse, höheren Stückzahlen oder gestiegenen Qualitätsansprüchen. Um der großen Nachfrage an Bildverarbeitungsanwendungen Herr zu werden und gleichzeitig eine hohe Individualität anbieten zu können, setzt der Systemintegrator Quality Automation auf MATRIX VISION und deren Bildverarbeitungsbaukasten.

Ein Kunde von Quality Automation, der in seinem Werk unterschiedliche Fahrzeugtypen fertigt, war auf der Suche nach einem System, welches diverse Kriterien in der PKW-Produktion typenspezifisch überprüfen sollte. Bisher wurden die Kriterien vom Bedienpersonal der Linie geprüft und je nach Schicht gab es Unterschiede bei der Bewertung. Auch am Ende einer Schicht war es für das Bedienpersonal anstrengend, das Niveau zu halten. Um das Bedienpersonal hinsichtlich Prüfung der Kriterien entlasten zu können, muss das automatisierte System zunächst einen Barcode auslesen, um den Fahrzeugtyp zu ermitteln. Anschließend soll es dann die typenspezifische Anwesenheitskontrollen, Messungen und Mustererkennungen durchführen. Folgende Fragen sollen hierbei beantwortet werden: Sind alle Schrauben und Dichtungen vorhanden? Sind die Kabel mit der richtigen Farbe montiert? Sind die Steckverbindungen korrekt angeschlossen? Welche Position hat ein bestimmter Flansch relativ zum Rest des Fahrzeugs? Wie ist die Ausrichtung einzelner montierter Komponenten? Ist die richtige Komponente montiert? Alles vielfältige Anforderungen und Fragen, die eine erhöhte Individualisierung erfordern.

Quality Automation hat sich der Sache angenommen und bei dem Kunden zwei Bildverarbeitungssysteme umgesetzt. Das erste System für Anwesenheitskontrolle besitzt sechs Industriekameras, während das zweite System für die Vermessungen und Mustererkennungen mit neun ausgestattet ist. Jede Industriekamera erfasst ein zu prüfendes Merkmal. Beide Bildverarbeitungssysteme erhalten von einem Master-System die Informationen, welcher Fahrzeugtyp geprüft werden soll. Dementsprechend werden auch die nötigen Grenzwerte zu den Bildverarbeitungssystemen gesendet. Die Merkmale werden von den Bildverarbeitungssystemen überprüft und die Ergebnisse über einen Überwachungsmonitor an den Prüfpositionen visualisiert. Der Bediener an der Anlage hat dann die Möglichkeit, die gefundenen Probleme zu beheben und im Anschluss erneut von den Bildverarbeitungssystemen überprüfen zu lassen.

Mit beiden Bildverarbeitungssystemen hat der Kunde bei der Qualitätssicherung ein gleichbleibend hohes Niveau erreicht. Die ermittelten Daten der Bildverarbeitungssysteme sowie die Fehlerbilder werden in einem Master-System gespeichert. Somit ist eine lückenlose Dokumentation der überprüften Kriterien gewährleistet und auch lange nachdem das Fahrzeug die Linie verlassen hat, können Fehler noch analysiert werden. Durch die Skalierbarkeit des Bildverarbeitungssystems kann der Kunde die Qualitätssicherung auch später noch auf weitere Bereiche ausdehnen.